Christoph Plett: Sorgen der Anwohnerinnen und Anwohner des geplanten weiteren Kiesabbaus zwischen Eickenrode und Plockhorst müssen ernst genommen werden.

Weiterer Erörterungstermin dringend erforderlich, um Anwohnerinnen und Anwohnern die Möglichkeit zu geben, ihre Sorgen und Forderungen zu platzieren.

Lärmbelastung muss in engem Rahmen gehalten werden, etwa durch LKW-Fahrverbot am frühen Morgen und am späten Abend.

In der Gemeinde Edemissen im Landkreis Peine soll zwischen den Ortschaften Plockhorst und Eickenrode nach langjähriger Pause der Kiesabbau wieder aufgenommen werden. Die Firma Holcin Kies und Split GmbH plant, ab dem zweiten Quartal 2022 auf einer Abbaufläche von weiteren 600.000 Quadratmetern Kies abzubauen.

Vor diesem Hintergrund habe ich mich vor kurzer Zeit mit einigen Anwohnern der beiden an die für den Abbau vorgesehenen Fläche angrenzenden Ortschaften getroffen und über deren Bedenken und Wünsche gesprochen. Grundsätzlich waren sich die Anwohner einig, dass niemand den Kiesabbau verhindern wolle, schließlich werde das Material dringend benötigt.

Sorgen machen sich die Anwohner aber besonders über die geplanten Zeiten, abgebaut werden soll immerhin von 6 Uhr bis 22 Uhr und das von montags bis samstags, verladen werden soll dazu sogar schon ab 5 Uhr, täglich sind bis zu 64 Lastwagenfahrten vorgesehen.

Das schalltechnische Gutachten, das die Firma Holcin in Auftrag gegeben hat, besagt zwar, dass sich der zu erwartende Geräuschpegel im vorgeschriebenen Rahmen bewegen werde, die Belastung in der Praxis könne aber immer nur abgeschätzt werden, sorgen sich die Anwohner. Dazu befürchten sie, der starke LKW-Verkehr könne auch mitten durch die Ortschaften hindurch führen und nicht an diesen vorbei.

Weiterhin kritisiert wurde auch die schlechte und kurzfristige Bürgerbeteiligung. Der Vorstellungstermin für das Projekt sei zwar schon im August 2020 gewesen, zu dem Erörterungstermin, bei dem Einwände der Bürger hätten besprochen werden können, sei allerdings sehr kurzfristig eingeladen geworden. Zudem habe der Termin an einem Vormittag in den Sommerferien gelegen – sehr ungünstig und für viele Anwohnerinnen und Anwohner schlicht nicht machbar.

Ich finde es gut, dass die Anwohner den geplanten weiteren Abbau grundsätzlich positiv begleiten und ihn nicht prinzipiell verhindern wollen, unterstütze deren Forderungen und Wünsche für den Abbau aber umso bestimmter. Zukünftig muss die Bürgerbeteiligung deutlich besser funktionieren, Termine müssen langfristiger angekündigt werden. Ich würde es auch sehr begrüßen, wenn die Firma Holcin auf die Anwohnerinnen und Anwohner eingehen und zu einem weiteren Erörterungstermin einladen würde – mit ausreichend zeitlichem Vorlauf.

Außerdem könnte einem starken LKW-Verkehr durch die Ortschaften schon präventiv entgegengewirkt werden, indem am frühen Morgen und am späten Abend ein LKW-Fahrverbot auf bestimmten Straßen erlassen wird, um so die Anwohnerinnen und Anwohner zu schonen.

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